Road Angel

Fortschritte in der Geschwindigkeitsregelung

Advances in Cruise Control

Bei der Betrachtung der Entwicklung über einen längeren Zeitraum zeigt sich, dass die Straßen in Großbritannien zu den sichersten der Welt zählen. Solange es jedoch Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Toten gibt, besteht stets Verbesserungsbedarf. Menschliches Versagen gilt als Hauptursache für Verkehrsunfälle, wobei überhöhte Geschwindigkeit schätzungsweise 42 % ausmacht [1]. Die Reduzierung von überhöhter Geschwindigkeit wird daher als ein Weg zur Erhöhung der Verkehrssicherheit angesehen. Es gibt bereits Systeme im Fahrzeug, die bei der Geschwindigkeitsanpassung unterstützen, und deren Einsatz durch Geschwindigkeitsbegrenzer gesetzlich weiter ausgebaut wird.

Es gibt zwei Arten von Geschwindigkeitsbegrenzern:

  • Einstellbare Geschwindigkeitsbegrenzer: Der Fahrer wählt die maximale Geschwindigkeit, mit der er fahren möchte (allgemein bekannt als Tempomat).
  • Intelligente Geschwindigkeitsbegrenzer: Sensoren von GPS und Verkehrszeichenerkennung werden verwendet, um Geschwindigkeitsbegrenzungen zu erkennen (auch bekannt als Intelligent Speed ​​Assist oder ISA).

Die Geschwindigkeitsregelanlage ist in vielen modernen Autos Standard, ISA hingegen ist noch nicht so weit verbreitet. Die in ISA verwendete Technologie nutzt einige der Sensoren der Geschwindigkeitsregelanlage. Sobald sie erkennt, dass das Fahrzeug die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreitet, ergreift sie vier Maßnahmen in absteigender Reihenfolge:

  • Um die Fahrer zum Langsamfahren zu animieren, sollte ein optisches Signal auf die Geschwindigkeitsbegrenzung eingeblendet werden.
  • Ein Alarm soll den Fahrer darauf aufmerksam machen, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten wird, und Vibrationen am Gaspedal sollen dem Fahrer eine entsprechende Nachricht senden.
  • Ertönen Sie ein dringenderes Alarmsignal, sprechen Sie den Fahrer an und/oder üben Sie Druck auf den rechten Fuß des Fahrers aus, um den Fahrer zum Losfahren zu zwingen.
  • Betätigen Sie die Bremsen, bis das Fahrzeug die zulässige Höchstgeschwindigkeit einhält.

ISA dient als Geschwindigkeitswarnung, um sichereres Fahrverhalten zu fördern, anstatt Geschwindigkeitsübertretungen automatisch zu verhindern. ISA kann vom Fahrer deaktiviert werden. Das System ist aktivierbar und deaktivierbar und unterliegt nicht der Kontrolle des Fahrers, da ISA-Systeme aus verschiedenen Gründen, wie z. B. fehlenden oder falsch platzierten Schildern oder widrigen Wetterbedingungen, mit uneindeutigen Geschwindigkeitsinformationen konfrontiert werden können. Daher bleibt der Fahrer stets für die Einhaltung der Verkehrsregeln verantwortlich. ISA ist lediglich ein Fahrerassistenzsystem, das den Fahrer nach Möglichkeit und im Bedarfsfall warnt. Es wird erwartet, dass ISA Geschwindigkeitsübertretungen um 30 % und Verkehrstote um 20 % reduziert [2].

Einige Hersteller haben jedoch darauf hingewiesen, dass es Probleme mit der Anzeige des ISA-Systems in ihren Fahrzeugen gibt. Beispielsweise ist der Bildschirm der Mittelkonsole des Tesla Model 3 die einzige Stelle, an der Tesla diese Informationen ohne eine Neugestaltung des Cockpits anzeigen kann. Dies hat zwar einen erwarteten Sicherheitseffekt, dieser könnte jedoch weiter verbessert werden, wenn die Informationen im peripheren Sichtfeld des Fahrers angezeigt würden. Dadurch müsste der Fahrer seine Aufmerksamkeit nicht von der Straße auf die Mittelkonsole richten. Glücklicherweise gibt es Geräte auf dem Markt, die dies ermöglichen, wie beispielsweise die Pure-Produktreihe von Road Angel.

Neue Regel:
Ab Mittwoch, dem 6. Juli 2022, sind alle Fahrzeughersteller offiziell verpflichtet, ISA (Integrated Speed ​​Assist) in ihre Fahrzeuge zu integrieren. Diese EU-Verordnung wird trotz des Brexits auch in britisches Recht übernommen. Fahrer können das System jedoch weiterhin deaktivieren. Zusätzlich werden Datenlogger eingesetzt, um Ihre Fahrten zu überwachen und gegebenenfalls Informationen an Ihren Versicherer zu senden. Sollte ISA deaktiviert sein, der Datenlogger aber eine unzureichende Fahrleistung anzeigen, kann dies Auswirkungen auf die Haftung bei Verkehrsunfällen haben.Mit der Umsetzung beider Maßnahmen dürfte die Wahrscheinlichkeit von Geschwindigkeitsübertretungen sinken, was zu sichereren Straßen führen wird.

Referenzen

[1] Maji, A., Velaga, NR, & Urie, Y. (2018). Rahmenwerk zur hierarchischen Clusteranalyse sich gegenseitig ausschließender Unfallursachenparameter für regionale Strategien zur Straßenverkehrssicherheit. International Journal of Injury Control and Safety Promotion, 25(3), 257-271.

2] Fleet Europe. (19. Juli 2022). Alle Neuwagen in der EU werden mit einem intelligenten Geschwindigkeitsassistenten ausgestattet sein. Abgerufen von Fleet Europe am 20.09.2022.

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